Kinderorthopädie
Ein Spezialgebiet der Orthopädie, das sich mit angeborenen und erworbenen Deformitäten und Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt.
In etwa 20% der Fälle genügt eine konservative Behandlung, etwa mit Einlagen, Orthesen, Korsetten, Physiotherapie oder Gipsbehandlung. Nur bei 10% aller Fälle ist eine chirurgisch-operative Therapie vonnöten.
Typische kinderorthopädische Eingriffe sind vor allem knöcherne Umstellungsosteotomien, z. B., an der Hüfte bei Hüftdysplasie oder Morbus Perthes, oder am Knie bei X- oder O-Beinen. Auch Sehnenverlängerungen oder -Durchtrennungen (Tenotomien) sind des öfteren erforderlich, z. B. beim spastischen Spitzfuß oder Kontrakturen.
Weitere Eingriffe sind z. B. die Wirbelsäulenversteifung (Spondylodese) bei Skoliosen, die Verblockung der Wachstumsfugen (Epiphyseodese) bei Fehlstellungen oder die Extremitätenverlängerung.